Mal wieder in Rotorua

Da bin ich wieder! Ich habe noch bis Anfang Mai im Packhouse gearbeitet. Ein Tag war ANZAC-day, ein Feiertag, für den wurde ich die vollen 12 Stunden bezahlt und hatte trotzdem frei, total cool! Ich bin am Tag vorher nach der Arbeit mit Etu, einer Arbeitskollegin von den Cook-Inseln nach Hause gefahren, und habe zwei Nächte bei ihr geschlafen. Das kam gerade zur rechten Zeit, weil sich bei mir ne fette Erkältung eingenistet hatte und so konnte ich direkt mal wieder richtig lang schlafen. Hab dann dort auch ne kleine Radtour gemacht, das Wetter war da echt gut!Als ich dann mit Arbeiten aufgehört habe, bin ich erstmal nach Havelock North, den Nachbarort von Hastings, gefahren, und auf den Te Mata Peak geklettert, gar nicht hoch, aber man hat einen richtig schönen Blick über die Hawke's Bay und kann sogar bis zu den Bergen schauen. Nachmittags wollte ich mir noch ein bisschen Napier angucken, aber ich hab zu lange gebraucht, meine Sachen zusammenzupacken, und der Bus hat viel zu lang gebraucht, deswegen bin ich leider grade zum Sonnenuntergang in der Stadt gewesen und habe es nur noch zu einem Aussichtspunkt geschafft. Ich habe mich dann noch mit Lena, mit der ich vor ein paar Wochen am Cape Palliser war, getroffen, waren abends noch im Konzert mit Musik von Bach und Arvo Pärt, und am nächsten Tag ging es dann in die Kaweka Mountains. Die Fahrt dorthin war sehr abenteuerlich, da wir mit einem Leihauto eigentlich nicht auf einer unbefestigten Straße fahren durften, haben dann nach einer Strecke auch kapituliert, ca. 5km vorm Wanderparkplatz. Zum Glück kam dann gleich hinter uns ein Auto (übrigens die einzigen, die wir getroffen haben), die uns mitgenommen haben, und so konnten wir den Kaweka J doch noch erklimmen. Der zweistündige Aufstieg hat sich definitiv gelohnt, von oben hat man das Meer, sogar Cape Kidnappers, und auf der anderen Seite Mt. Ruapehu mit seiner ersten Schneedecke und Ngauruhoe und die ganzen Kawekas gesehen, es war überwältigend! Leider hatten wir gar nicht viel Zeit, weil wir noch viel zu fahren hatten, deswegen ging es gleich wieder runter, und auf dem Weg zum Auto haben uns die zwei von vorher wieder aufgesammelt, das hat sich wunderbar gefügt! Zum Glück ist uns bei den vielen Steinen nichts am Auto kaputt gegangen und so konnten wir die drei Stunden nach Wairoa noch fahren. Sonntag ging es dann endlich auf meinen letzten Great Walk, den Lake Waikaremoana Track. Wir konnten morgens noch ganz entspannt das Zelt und unsere Sachen packen, und dann ssind wir die reichliche Stunde bis zum Wanderparkplatz gefahren (war natürlich wieder unbefestigt...), wo uns dann nach einem schönen Picknick am Wasser das Wassertaxi zum Anfang unserer Wanderung gefahren hat. Als wir angekommen sind am See, sah die Ecke sehr verregnet aus, aber als wir vom Boot gestiegen sind, hat der Nieselregen gerade aufgehört und so konnten wir die 5km bis zum Campingplatz mit Sonnenschein laufen. Montag ging es dann ziemlich weit, aber wir sind zeitig aufgestanden und so konnten wir die Strecke, die größtenteils am Seeufer entlang ging, mit einem Abstecher zu einem beeindruckenden Wasserfall gut vor Sonnenuntergang (der mittlerweile schon um 5 ist) bewältigen. Und auch am dritten Tag war das Wetter perfekt, es ging über ein sehr langes Kliff, was wir natürlich erstmal hochklettern mussten, aber die ganze Anstrengung hat sich so gelohnt, von den sogenannten Panekiri Bluffs kann man den ganzen See und weite Teile des mit grünem native forest bewachsenen endlos wirkenden Te Urewera National Park sehen, es war soooo schön! Haben dann noch den perfekten Platz mit Blick auf die Bluffs und den See für unser Mittagessen gefunden, und dann ging es auch schon an den Abstieg. War echt ein schöner Abschluss meiner Mehrtageswanderungen in Neuseeland! Hab zwar noch zwei kleinere mit jeweils einer Übernachtung geplant, aber das zählt auch nicht :DNach einem Tag in Gisborne mit Stadt erkunden bin ich gestern die fünf Stunden nach Rotorua in einem Rutsch durchgefahren, da das Wetter die nächsten Tage auf der ganzen Nordinsel nicht grade sonnig werden soll, um es milde auszudrücken, hier sind die Hostels billig und es gibt alles, was man braucht, um ein paar Regentage zu überleben. Außerdem kann ich jetzt endlich mal ein bisschen das Ende meiner Reise und Taiwan und Rarotonga planen und die Entspannung tut mir auch gut. Wann es weitergeht, mache ich vom Wetter abhängig, wahrscheinlich morgen oder übermorgen.Ich werde langsam echt total wehmütig, wenn ich daran denke, dass ich in zwei Wochen das Land, in dem ich das letzte Dreivierteljahr gelebt, gereist und gearbeitet habe, in dem ich erwachsen geworden bin, in dem ich mich selbst kennen gelernt habe, und in dem ich so viele bereichernde Begegnungen hatte, für wahrscheinlich immer verlassen werde. Irgendwie geht mir das grade auch alles viel zu schnell und ich versuche auch ein bisschen, mich daran festzuklammern, auf der anderen Seite stehen die vielen schönen Dinge, die zu Hause auf mich warten...Bis dahin genieße ich aber noch die letzte Zeit und mache das Beste draus.

12.5.18 04:30

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