#alenanichtmehrbeidenkiwis :(

Hallo Freunde, Deutschland hat mich fast wieder! Trotzdem will ich die letzten beiden Wochen von meiner Reise noch mit euch teilen.An meinem letzten Tag in Neuseeland hat es geregnet... Ich war morgens noch im Gottesdienst und war voll berührt, als eine für mich gebetet hat, und hinterher bin ich dadurch mit einer anderen noch ins Gespräch gekommen, sie, ihr Mann und ein paar Freunde haben mich dann spontan mittags zum Burger essen in großer Runde eingeladen, ich war mit ihr noch auf einem anderen kleinen Auckländischen Vulkan und dann hat sie mich sogar abends noch zum Flughafen gefahren. Das ist so ein wunderbares Gefühl, von jemandem verabschiedet zu werden, anstatt nur zum Flughafen zu gehen und keine Menschenseele interessiert es, wie sehr es dir grade das Herz bricht, das Land zu verlassen... Es war wirklich traurig Der Flug war sehr gut, kurze Zwischenlandung in Brisbane, und ich konnte sogar einige Stunden schlafen! War dann auch verhältnismäßig fit, nachdem wir morgens in Taipei gelandet sind, und hab meine Sachen kurz im Hostel abgestellt, bevor ich auf eigene Faust angefangen habe, wieder ein neues Land zu erkunden. Ist aber deutlich schwieriger als in Neuseeland, weil man Glück haben muss, um jemanden Englischsprechenden zu treffen, und außerdem ist es uuuuunglaublich warm, meistens um die 35°C, was das Laufen, geschweige denn Wandern sehr unangenehm und anstrengend macht. Ich hab mich trotzdem auf einen kleinen Berg hochgekämpft, den Elephant Mountain, und bin sogar noch ein Stück weiter geklettert, bis auf ungefähr 1000m, und von oben hatte man einen richtig guten Blick auf die Stadt, inklusive Taipei 101, der mal das höchste Gebäude der Welt war. Selbstverständlich war ich am Nachmittag dann auch oben, und er ist wirklich ein Turm der Superlative, denn der Fahrstuhl ist mit 1000m/min der schnellste der Welt. Man bekommt da ganz schön Druck auf den Ohren :D Die Aussicht hatte ich mir ehrlich gesagt besser erhofft, es war total diesig und die Luft einfach alles andere als klar... Aber war trotzdem cool :D Da mir die Höhe doch bissl zu luftig war da oben, bin ich auch gar nicht so ewig lang dageblieben, aber hab mir trotzdem alles ganz genau angeschaut, was es zu sehen gab, war recht ähnlich zum Skytower in Auckland. An dem Tag war noch was echt Gruseliges: Man hörte über der ganzen Stadt einen lauten Alarm (ich war da grad auf'm Berg) und plötzlich waren alle Straßen wie leergefegt! Ein Einheimischer erklärte mir hinterher, dass das ein Test-Bombenalarm war, der einmal im Jahr durchgeführt wird, und die Menschen vor chinesischen Angriffen warnen soll... Schon gruselig, dass die Spannung zwischen China und Taiwan so groß ist, dass theoretisch ein Angriff drohen könnte...Am zweiten Tag habe ich mich schon ein bisschen rausgewagt aus der Stadt, habe mir den Nordzipfel von Taiwan angeschaut, da ist ein sehr interessanter Geopark mit vielen faszinierenden Sandsteinformationen und massig Leuten :D Hab mir dann noch ein paar alte traditionelle Straßen angeschaut (da wird meistens Snack-food oder Obst und Gemüse verkauft, wovon ich mich im Moment eigentlich hauptsächlich ernähre) und das Nordkap, bevor es wieder zurück nach Taipei ging. Den Abend habe ich im Stadtteil Tamsui verbracht, von wo aus man mit der Fähre über den Fluss nach Bali fahren kann, da gibt’s jede Menge Essen :D Da kann man frittierte Kalmare (oder unfrittiert) kaufen, alle möglichen Arten von Fisch und Muscheln, Spieße, Fleisch, Asia-Nudeln, Reis und vieles mehr. Da kann man echt massig Geld lassen :DAm Mittwoch habe ich dann Taipei verlassen und bin zunächst auf einer alten Eisenbahnlinie, der Pingxi Railway (im Ort Pingxi gibt’s übrigens jedes Jahr ein großes Lampion-Festival) umhergefahren und das Grün genossen, wollte auch eigentlich wandern gehen, aber hab den Anfang vom Wanderweg nicht gefunden, und so war es eigentlich eher ein durch-die-Straßen-Flanieren als Natur genießen, war trotzdem gut. Am Abend ging es weiter nach Hualien an der Ostküste, mein Basislager für den Tagesausflug in die Taroko-Schlucht. Das war der Hammer! Das Wetter war vormittags noch super und ich habe ein paar kleine Wanderungen gemacht, die Schlucht ist einfach mal soooo riesig und sooooo eng, mit Marmorfelsen, und die ragen einfach mal einige hundert Meter in die Höhe. Das kriegt man auf kein Foto drauf, und wenn man ein noch so großes Weitwinkelobjektiv hat! Also wenn jemand von euch mal nach Taiwan kommt, das ist ein MUSS! Ich hab auch eine liebe Schwedin kennen gelernt und wir haben den Nachmittag miteinander verbracht, und sind abends auch wieder zusammen zurückgefahren.Am Freitag bin ich morgens zeitig mit dem Zug nach Yuli gelaufen, wo der berühmte Walami Trail in der Nähe zu finden ist. Musste leider für 1000TWD ein Taxi nehmen, was mein Budget von knapp 13.000 für die ganzen zwei Wochen leider ganz schön verringert hat, aber der Weg war schön. 13km bis zur Hütte, meistens durch Wald, was die Hitze ein bisschen zurückgehalten hat. Leider hatte man gar nicht so viele schöne Blicke, wie ich erwartet habe, zumal auch von Anfang an so langsam Wolken reinzogen, aber man hatte trotzdem eine schöne Natur-Erfahrung, viele Tiere (ich hab sogar Affen gesehen! Und die Zikaden sind ohrenbetäubend laut, am Anfang dachte ich wirklich, dass jemand mit einer Säge im Wald rumhantiert, bis ich gecheckt hab, dass die Geräusche von ca. 5cm langen und ganz schön fetten Insekten kommen!).Der nächste Tag war dann entspannter, da saß ich hauptsächlich rum, oder im Zug, oder im Bus :D Habe auf dem weg nach Süden und dann nach Kaohsiung an der Westküste einen längeren Zwischenstopp in Taitung gemacht, da ist aber einfach mal überhaupt nix los :D Die Zugstrecke durch das sogenannte East Rift Valley ist richtig schön, überall hellgrüne Reisfelder, Plantagen von Palmen jeglicher Art und durchgehend riesig hohe grün bewaldete Berge auf beiden Seiten des Tales. Taiwan ist leider so dicht besiedelt, dass man kaum mal einen Abschnitt ohne Dorf oder Stadt hat, die Häuser sind nämlich extrem hässlich hier... Dafür ist die Natur umso schöner!Sonntag habe ich einen Stadttag gemacht, mir den großen Konfuziustempel angeschaut und ich bin einmal um den Lotus-Teich gelaufen, da gibt es eine Menge asiatischer Bauten, das wohl bekannteste ist die Drache-und-Tiger-Pagode. Und weil es wie immer so heiß war, war ich danach schon ziemlich groggy :D Bin dann noch zu einem riesigen beeindruckenden Tempelkomplex mit gigantischer Buddha-Statue bisschen außerhalb von Kaohsiung gefahren, und dann hab ich bis auf einen kurzen Besuch auf dem Nachtmarkt nur noch gechillt.Am Montag ging es wieder zeitig los, erstmal 3 Stunden mit dem Zug nach Norden, und dann mit dem Bus zum Sonne-Mond-See. Es hatte schon den ganzen Vormittag geregnet, war wohl en kleiner Taifun, und so hab ich lange überlegt, ob ich das machen soll, oder nicht. Hat sicher aber als gute Entscheidung herausgestellt, es zog nämlich nachmittags auf und es hingen zwar noch ein paar Wolken in den Bergen, aber den See konnte man sehr schön sehen und genießen.Und gestern war ich wieder viel im Bus, der fuhr auch um einiges länger, als ich erwartet habe. Diesmal ging es in die Hehuan Berge. Das ist so eine umwerfend schöne raue Natur da oben! Man kommt auf der Straße bis auf knapp 3200m und kann dann noch ein Stückchen auf ein paar umliegende Gipfel klettern, das dauert aber alles nicht lang. Ist nur anstrengend, weil die Luft doch merklich dünner ist als unten an der Küste. Hatte leider nur 2 Stunden, dann fuhr der Bus schon zurück, aber es hat sich trotzdem absolut gelohnt! Auf dem Rückweg habe ich im Bus einen älteren Herrn aus Hong Kong kennen gelernt, der war sooo lieb, hat mich mit viel Zeug gegen meine Erkältung (kommt denk ich von den ganzen klimatisierten Räumen) eingedeckt, mich abends noch zum Essen in ein chinesisches Restaurant einngeladen, und am Ende noch typisch taiwanesische Törtchen als Mitbringel für zu Hause für mich gekauft!Heute war ich im Naturwissenschafts-Museum und habe mir Changhua angeschaut. Und morgen geht’s dann schon wieder zurück nach Taipei, da hab ich noch ein paar Tage, Samstagabend geht dann mein Flieger und Sonntagfrüh lande ich dann in Frankfurt. Ich freue mich mittlerweile auch echt auf zu Hause und darauf, wieder schön kochen zu können und auch nicht mehr den Rucksack überall mit hinschleppen zu müssen (bzw einen Ort zu organisieren, an dem man ihn abstellen kann), auf Freunde und Familie (bin ganz gespannt, wie sich meine Brüder entwickelt haben, ist ja, während ich weg war, sogar noch einer dazugekommen :D), und auch ganz sehr auf meinen Lukas. Ich muss ihm hier an dieser Stelle mal Danke sagen, dass er diese ganze Neuseelandgeschichte mit sich machen lassen hat und kann nur sagen, wie stolz ich auf ihn bin, dass er mich so unterstützt hat, auch wenn es ihm sicher manchmal nicht leicht gefallen ist, aber er wollte nur, dass ich glücklich bin, hat mich trotz der Distanz immer wieder seine Liebe gezeigt, und das ist so wunderbar!Meine Eltern (und Brüder!) haben mich auch sehr unterstützt und mir gut zugeredet, wenn ich mal nen Durchhänger hatte, danke dafür!Und unser Himmlischer Papa hat auf die ganze Reise seine Hand drüber gehalten und drauf aufgepasst, dass mir kein Leid zugefügt wird, er hat mir so viele liebe Menschen über den Weg geschickt, und Dinge so gerichtet, dass ich auch Orte sehen konnte, zu denen vorher für mich kein Weg hingeführt hat. Er hat mich mit so viel Kraft gesegnet auf meinen Wanderungen und mich seine Herrlichkeit in der Schöpfung immer wieder erleben lassen!

13.6.18 12:32

Letzte Einträge: Und wieder mal am Arbeiten..., Mal wieder in Rotorua, Der Kreis schließt sich - zurück in Auckland, Da ist wohl was schiefgegangen, hier nochmal mein letzter Eintrag vom 2.6. :D

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